Ilex paraguayensis

                         - Yerba, Herba oder Erva  -- je nach Ursprungsland
 

   typischer Mate-Trinker
 

   Ursprung

Der Yerba-Mate (Ilex paraguayensis) ist eine paraguayische Pflanze. Sie ist die einzige medizinische Pflanze, die den Namen unseres Landes hat.
Sie stammt aus der Ostregion Paraguays, von beiden Seiten des Amambay- und des Mbaracayú-Gebirgszuges und aus den Regionen Itaipú, San Pedro, Guairá und Alto Paraná.
Der Baum wächst mit Vorliebe in Höhen von 150 bis 800 Metern.
Im wesentlichen ist der Yerba-Mate den Tupi Guarani Indianern zu verdanken, die diese Pflanze schon immer als Tee benutzten. Jedoch förderten die Jesuiten (ca. 1612-1769) den Anbau, um somit die Traditionen der Paraguayer weiter zu führen (Jesuitentee, zeitweise auch "grünes Gold" genannt). Außerdem wurde die Yerba-Pflanze kultiviert, um den Tee als geschätzten Exportartikel in alle Welt zu verschicken.

  Die Pflanze

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          Yerbaplantage                  Yerbastrauch                    Yerbapflänzchen

Der aschgraue Stamm des Yerba-Baumes ist im Durchschnitt 30 cm  dick und kann je nach Alter bis zu 12 Meter hoch werden. Als Kulturpflanze wird er aber selten höher als 5 Meter.
Die Blätter, der wichtigste Teil der Pflanze bei der Teegewinnung, sind oval mit gezacktem Rand.  In der Blüte erscheinen Büschel mit 30 bis 40 weißen Blumen mit jeweils 4 Blütenblättern.
In Südamerika gibt es ungefähr 280 Arten der Familie "aquiloleáceas",  wozu auch unser Ilex paraguayensis gehört.
Der gebrauchsfertige Tee ist gelbgrün.  Er enthält 0,5-1,5% Koffein, Theobromin, Chlorophyll, daneben Gerbsäure, ätherisches Öl und Vanillin. An Vitaminen findet man A, B1, B2 und das Vitamin C.

  Eigenschaften

Yerba-Mate ist ein vitaminhaltiges Produkt, das zu 100% auf natürliche Weise gewonnen wird. Es hat durch den Gehalt von Koffein eine stimulierende Wirkung, ist gesünder als Kaffee und mobilisiert die Energie des Menschen.  Sie wirkt sich günstig auf die Aktivität des Gehirns aus und  regt Muskel- und andere Funktionen ( Verdauungstrakt ) des Organismus an.

  Zubereitung und wie man Mate genießt

Das Trinken des Mate erfolgt heute noch auf die gleiche Art und Weise, wie in jenen Tagen der Eroberung des südamerikanischen Halbkontinents.
Der Mate-Trinker benötigt ein kleines Trinkgefäß, das noch gut in einer Hand zu halten ist. Dazu braucht man ein Saugrohr (am Ende des Rohres wie ein Löffel mit Löchern), hier in Paraguay als Bombilla bekannt, und heißes Wasser.
Das Trinkgefäß wird wird etwa 2/3 mit Yerba-Mate gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Das so erstellte Getränk wird mittels Saugrohr getrunken, wobei das heiße Wasser  durch die Teeblätter gesogen wird.
Sein Geschmack ist herb, bitter und erfrischend.
Hier in Paraguay wird in der heißen Zeit überwiegend Tereré getrunken. Dabei wird der Yerba-Mate anstatt mit heißem mit kaltem Wasser aufgegossen.
Die Möglichkeiten, Yerba-Mate zu genießen, sind also viefältig. Viele Personen trinken Mate pur, andere fügen gebrannten Zucker , Süßstoff, Anis etc. zu.  Zu dem kalten Wasser werden oft Heilwurzeln-oder Pflanzen zugegeben.
Mate oder Tereré wird oft in einer Runde von Freunden oder Verwandten getrunken. Dabei gießt  eine Person das Wasser auf den Tee   und reicht die Guampa dann im Kreis herum. Dabei muß das Wasser ganz aus dem Gefäß herausgesaugt werden, bis  ein "schlürfendes" Geräusch entsteht.  Fremde, die nicht mit allen Personen an einem Saugrohr trinken möchten, sollten dankend ablehnen, evtl. mit dem Grund, das sie nicht durstig sind. Anderes wäre unhöflich.  Hat man genug von dem Mate-Getränk zu sich genommen, sagt man zu der einschenkenden Person "danke", damit gibt man kund, das man nicht mehr durstig ist.

In Europa ist der Mate-Yerba als "Mate Gold" in Teebeuteln erhältlich und wird wie normaler Tee aufgegossen.

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      Bombilla                        Guampa                           Holzguampa

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     Guampa aus                     Guampas aus                   getrocknete
      Silber                              Kuhhorn                         Mateblätter

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                                         Tereré-Trinker

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