Bitte mit
dem Maus- Bäume und Pflanzen aller Art
Es ist wieder soweit, der Frühling kommt mit großen
Schritten zu uns in den Chaco. In diesem Jahr eher, denn es regnete
bereits mitten
im Winter, obwohl es eigentlich trocken sein müßte.
Und trotzdem schlagen bestimmte Bäume aus oder verhüllen ihre kahlen Äste in ein herrliches Blütenkleid.
1. Der Algarovo : Er verliert alle Blätter im Laufe des Winters und treibt dann auf einmal hellgrünes Laub. Man sieht ihn schon von weitem leuchten. Aus den späteren Schoten des Algarovo haben die Indianer früher (auch manche heute noch) ihren Schnaps gemacht. Die Frauen mußten die Schoten kauen, um sie dann zusammen mit ihrem Speichel in einen großen Topf zu spucken. Durch die Amilase des Speichels wurde die Gärung in Gang gesetzt. Fröhliche Feste wurden damit gefeiert, wobei die Männer meistens 3 Tage ihren Rausch ausschliefen.
2. Der Lapacho : Dieser Baum blüht in den Farben gelb
und
rosa. Die Blätter fallen ca. im Juni fast alle ab. Im August /
September
steht er dann in voller Blüte.
3. Der Flaschenbaum : Dieser Baum wurde früher von den
Indianern als Trog oder auch für Särge benutzt. Er hat
außen an der Rinde lauter große Stacheln und besteht im
Inneren aus weichem, faserigen Material, das die Aushöhlung des
Baumes begünstigt. In diesem
Stoff kann der Baum hunderte Liter von Wasser speichern. Jetzt im
September
hat er seinen Samen angesetzt. Überall in der Luft fliegen
große,
weiße Flocken wie Schnee. Ist der Samen davon geflogen, bildet
der
Baum ein neues Blätterdach.
4. Der Paratodo : Dieser Baum wächst nur dort, wo es
auch
süßes Grundwasser gibt. Seine Wurzeln reichen bis in die
Wasserschicht.
Er blüht im Frühling mit gelben Blüten, später
setzt
er das Laub an. Als Schattenbaum
ungeeignet.
5. Palmen : Sie gibt es im Chaco in allen Formen und Arten. Die eigentliche Chacopalme (Fächerpalme) wächst aber auf den Palmenkämpen. Entlang des Transchaco sieht man oft viele Kilometer lang diese Palmen stehen. Um eine Weide von diesem Baum zu befreien, braucht es schwere Maschinen. Will man sie mit einer Axt schlagen, sprühen Funken, deshalb wird sie im Volksmund auch Eisenpalme genannt. Aus ihrem Stamm werden Häuser, Zäune und Einfriedungen gebaut.
6. Kakteen : Sie gibt es in allen Größen, Formen
und Aussehen. Hunderte Arten von ihnen gedeihen hier in der
heißen Zone des Chaco üppig. Zum Widerstand gegen Natur,
Hitze und Tiere haben
sie eine Abwehr entwickelt und zwar vom Haarstachel bis zu 10 cm langen
Stacheln. Anzuführen ist der ? mit bis zu hundert meterlangen
Armen. Die Königin der Nacht : Sie blüht erst wenn es dunkel
ist bis zu den ersten Sonnenstrahlen. Verläßlicher
Regenanzeiger. 1.
2.
7. Der Jacarandabaum : Er blüht im Frühjahr mit
einer lilablauen Blüte. In der Hauptstadt säumt er ganze
Strassenzüge.
8. Der Quebracho . Er blüht im Frühjahr mit gelben
und roten Blüten. Er ist der größte Baum im Chaco. Das
Holz kann aber nicht für Möbel verwandt werden, weil er zu
verwachsen ist. Der abgestorbene Baum wird in Stücke zersägt
und als Brennholz verwandt. Besonders der rotblühende Quebracho
löst bei einigen
Menschen während der Blütezeit schwere Allergien
aus.
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9. Der Chivato gehört eigentlich nicht zu den einheimischen Chacobäumen. Er ist aber inzwischen so oft hier zu sehen, das ich ihn mit aufführen möchte. Die Vermehrung geschieht durch Samen, der nach der Blüte gebildet wird. Lange grüne, später braune Schoten hängen an den Zweigen, fallen ab und der Samen verteilt sich überall.
10. Der Chacobusch an sich ist eine undurchdringbare
Pflanzenmauer, die sich mit Dornen zu wehren weiß. Ein
Durchkommen ist nur mit einer Machete, einem langen Buschmesser
möglich. Der Busch wird mit großen Bulldozern gerodet, um
ihn urbar zumachen. Weiden für Vieh entstehen oder auch Felder
für die Landwirtschaft. Aber der größte Teil des Chacos
ist mit diesem ursprünglichen Busch bewachsen.
11. Allerdings gibt es in all diesen Dornen und der Trockenheit mit ihrem Staub auch idyllische Plätze. Es sind die Naturlagunen, die allerdings eine geringe Wassertiefe haben und oft in der Trockenzeit austrocknen. Dort spielt sich das Leben im Chaco ab. Tiere wie Krokodile und Fische leben im Wasser. Zum trinken kommen Rehe, Füchse, Wildschweine und Raubtiere wie Puma und Jaguar. Die Vogelwelt ist so vielfältig, das man die Arten oft nicht zählen kann. Nur einige Arten: Störche, Kraniche, Enten und Reiher.